Route Argentinien 2

Reiseroute in Argentinien 2
Reiseroute in Argentinien 2

Tigre

Uns erwartet eine 18 Stunden Busfahrt von Buenos Aires nach Iguazu. Die Fahrt geht erst abends los, so dass wir noch Zeit haben, uns Tigre anzusehen. Tigre liegt am Paraná Delta, einer Landschaft mit vielen kleinen Inselchen. Hier fahren die Bewohner von Buenos Aires gerne übers Wochenende hin. Es gibt viele nur über den Wasserweg erreichbare Ferienhäuser. In Tigre herrscht allgemeine Vergnügungspark-Atmosphäre.

Rio Tigre
Churros

Uns bleibt genügend Zeit für eine kleine Bootsfahrt.

Ferienhäuschen
jedes Häuschen hat seinen eigenen Steg
Wasser-Bus
Baggerschiff
ein „etwas verrostetes“ Schiff
Casa Museo Sarmiento
Bootsleute
der Supermarkt
Club de Regatas la Marina
Museo de Arte

Am Abend steigen wir dann in einen äußerst luxuriösen Bus mit Toilette, warmer Verpflegung und Sitzen, die man zum Schlafen fast ganz umklappen kann – und 18 Stunden später wieder aus 🙂 So bequem ist unser Höllenritt im Bus noch nie gewesen.

im Bus

Die Iguazu Wasserfälle

Die Iguazu Wasserfälle bilden das größte Wasserfallsystem der Welt – und wir haben das Glück sie besuchen zu können! Man kann sie von der argentinischen und von der brasilianischen Seite aus bewundern. Wir entscheiden uns für die argentinische Seite, da hier mehr von den Fällen zu sehen ist. In Argentinien sind in dem Areal um die Wasserfälle Stege und Aussichtsplattformen gebaut, so daß man die spektakulären Aussichtspunkte überhaupt erreichen kann. Wir gehen erst den „unteren“ Weg, dann den „oberen“ und zum krönenden Abschluss zum Teufelsschlund.

Auf dem Weg schlawinern immer wieder Coatis um uns herum, die wissen, dass von den Touristen gerne mal ein Happen abfällt.

Coatis

Der Rio Iguazú bildet vor den Fällen eine breite Seenlandschaft und fällt dann 60-80m tief in eine Schlucht:

Rio Iguazu
Iguazu Wasserfälle
Rio Iguazu
Iguazu Wasserfälle mit Regenbogen
Iguazu Wasserfälle
einer der Hauptwasserfälle
weitere Iguazu Wasserfälle
Wasserfall von oben
Sicht von oben, unten waren wir 1 Stunde vorher
Iguazu Wasserfälle von oben
Iguazu Wasserfälle
Rio Iguazu kurz vor den Wasserfällen
Rio Iguazu, oben
kurz vor dem Fall

Der Höhepunkt ist der Teufelsschlund. Hier stürzen an der engsten Stelle die Hauptwassermassen in die Tiefe. Während wir auf der Aussichtsplattform stehen, haben wir Mühe, dieses gewaltige, wunderschöne Naturschauspiel zu erfassen.

Ein Schlangenhalsvogel (Lars hat’s gewusst)
Teufelsschlund von oben
Teufelsschlund
Teufelsschlund und weitere Fälle
Zuschauertribüne direkt am Teufelsschlund

Die Iguazu Wasserfälle

Am nächsten Tag besuchen wir noch die „Triple Border“, die 3-fach Grenze von Argentinien, Paraguay und Brasilien.

Rio Paraná zwischen Argentinien und Paraguay
alte Straße in Iguazu
die argentinische Flagge aus PET Flaschen

An der Triple Border gibt es abends eine Lichtershow. Als wir ankommen, werden zur feuchten Überraschung der Besucher gerade die Fontänen getestet 🙂

Wasserspiele
hinten links: Paraguay, hinten rechts: Brasilien, vorne: Argentinien

Wetlands

In Ituzaingó sind wir weit und breit die einzigen „westlichen“ Touristen. Hier buchen wir eine Tour durch das Naturschutzgebiet "Parque Iberá". Diese Wetlands sind das zweitgrößte Feuchtgebiet der Welt mit einer erstaunlichen Biodiversität. Wir fahren in einer Gruppe mit mehreren Geländewagen.

Parque Iberá
die Wetlands
Wetlands
Pferde, im Vordergrund Knochen

Besonders häufig anzutreffen sind die Capybara, eine Art Riesenmeerschwein. Sie haben (fast) keine Angst vor uns und fast immer ist auch ein Vogel dabei. Offensichtlich gibt es im Fell der Tiere reichlich Nahrung.

Capybara mit Vogel
Muuuuh!
dieses Capybara ist beleidigt
so „wet“ hatten wir uns das nicht vorgestellt

Wir werden mit einem guten Mittagessen verpflegt und die Gruppe sitzt auch später noch bei Kaffee und Kuchen zusammen. Auf Geselligkeit scheint man in Südamerika wert zu legen.

Caiman
Caiman
Caiman-Baby

Es gibt ca. 300 Vogelarten in dem Nationalpark. Momentan läuft gerade ein Programm zur Wiedereinführung der Grünflügelaras, die leider auf der roten Liste stehen.

Grünflügelaras
Grünflügelaras im Flug
die Wetlands

Corrientes

In Corrientes machen wir Halt, um von da aus die nächste Höllenbusfahrt über Nacht nach Salta zu nehmen. Aber wir haben Schwierigkeiten Unterkünfte zu finden, da in Argentinien gerade Winterferien sind. Daher bleiben wir erstmal hier. Außer in unserem Hostel (wo es ein paar Franzosen gibt), sind wir weit und breit die einzigen ausländischen Touristen.

Corrientes ist ein schönes Städtchen mit einer Promenade am Rio Paraná. Dort verbringen die Einwohner am späten Nachmittag (nach der Siesta von 13-17 Uhr) ihre Freizeit.

Promenade in Corrientes
Promenade in Corrientes
Brücke von Corrientes in Richtung Resistencia
Fruchtsaft-Stand an der Promenade

Überhaupt: Siesta ist wichtig! Von 13 – 17 Uhr sind die Straßen, wie ausgestorben. Viele Läden haben geschlossen, aber dann:

nach der Siesta in der Fußgängerzone
Argentinische Spezialität: Dulce de Leche

Wie in anderen Argentinischen Städten auch, gibt es immer wieder Wandmalereien, teilweise, wie hier Reliefe:

Wandmalerei
zentimeter-tiefes Relief

Unsere Reise ist momentan schwieriger als gedacht. In den vergangenen drei Wochen haben wir 4(!) mal Leute getroffen, die English konnten: 2 mal Airbnb Gastgeber, das Mädel von Movitel, wo wir eine SIM Karte kaufen (was ohne ihre Hilfe äußerst schwierig geworden wäre) und ein Junge im Supermarkt, der sein Englisch ausprobieren will.

Wie gut, dass wir in Neuseeland einen Michel Thomas Spanisch Crashkurs (sehr zu empfehlen!)  gemacht haben. Damit – und mit google translate – schlagen wir uns durch. Die Argentinier sind aber wirklich nett. Wenn wir unser Spanisch versuchen, erhellen sich die Gesichter und über uns ergießt sich ein Wortschwall 🙂

Wir steigen in einen öffentlichen Bus ins Zentrum von Corrientes und halten dem Fahrer Geld hin. Der schüttelt den Kopf. „Ihr braucht eine Karte zum Aufladen!“ Die haben wir nicht. Da der Fahrer uns nicht rauswirft, fahren wir also ein Stück mit ohne zu bezahlen. Eine Passagierin: „OK, ich schenke euch zwei Tickets und hält die Karte vor den Entwerter.“ Nach vielen (uns unverständlichen) Erklärungen schenkt sie uns ihre Karte. Cool! „Muchas gracias!“ Jetzt noch herausfinden, wo wir sie für die nächste Busfahrt aufladen können. Im Kiosk dann „¿Podemos carger esta tarjeta aquí?“ (können wir diese Karte hier aufladen?). Das sorgt für weitere Hilfe: „Wo wollt ihr hin? – Aha, das kostet 20 Pesos und ihr müsst da und da hingehen…“ Keine Ahnung, was dieser Wortschwall wieder bedeutet, aber er zeigt auf den Busbahnhof 🙂 Dann lädt er unsere Karte auf.

Die Höllenbusfahrt geht übrigens nicht nach Salta, sondern nach San Miguel de Tucumán. In Corrientes ist an diesem Wochenende alles ausgebucht und in Salta erst wieder eine Unterkunft ab dem 23.7. frei.

San Miguel de Tucumán

In San Miguel de Tucumán findet gerade eine Aufführung zu verschiedenen historischen Ereignissen statt und es werden Kleidung und Tänze zu Zeiten der Unabhängigkeitserklärung von den Spaniern (ca. 1810) aufgeführt. Alle Passanten können mitmachen.

Tänze in historischer Kleidung
Tänzerin in historischer Kleidung
Uniformen
ein Tanzpaar

Die supernetten Gastgeber unserer Airbnb Unterkunft organisieren für uns einen Ausflug in die nahe gelegenen Berge.

Kapelle in Villa Nougues
Illustration einer von den 14 Stationen des Kreuzweges

Eigentlich gäbe es hier Paraglider, aber die kommen erst später, oder doch nicht? 🙂

Startplatz für Paraglider
Wandbild
Siesta!

Wir kommen an einem Gedenkwald für die verschwundenen Personen der Militärdiktatur vorbei.

Wald der Erinnerung

und an einer Jesus-Statue – verdächtig ähnlich den Buddha-Statuen in Asien, bis auf die Haltung der rechten Hand.

Jesus-Statue
die Berge nahe San Miguel
Juan, unser Fahrer, sein Sohn und wir

Juan arbeitet als Taxifahrer und Wachmann in dem Gebäude, wo wir unterkommen. Zum Abschied gibt es herzliche Umarmungen. Wir mögen die Argentinier für ihre Warmherzigkeit.