Whale Watching

25-06-2018

Wir geben unseren Camper planmäßig in Christchurch wieder ab und verbringen dort 2 Nächte in einer Airbnb-Unterkunft. Christchurch wurde durch ein Erdbeben in 2011 schwer zerstört und ist bis zum heutigen Tag nicht wieder aufgebaut. Es gibt viele abgestützte Gebäude und viele Baustellen.

Christchurch, mit Containern abgestützten Gebäude

Dann fahren wir weiter nach Kaikoura. Hier essen wir endlich mal „Fish & Chips“. Überall lauern Möwen darauf, dass sie einen Happen erjagen können – neben uns und sogar über uns auf einer Stange. Hier werden wir zum ersten Mal auf unserer Reise richtig beschissen 🙂

Martin beim „Fish & Chips“ Essen

Whale Watching ist ein teures und gut organisiertes Business. Die Idee ist, die Leute, die früher im Walfang gearbeitet haben, zu Helfern des Whale Watching zu machen. Das Whale Watching Geschäft hat ein Interesse am Erhalt der Wale und ist daher ein Gegengewicht zum Walfang. Wir fahren mit einem äußerst schnellen Katamaran aufs offene Meer, wo es ca. 1,5 km tief ist. Dort wird ein Horchgerät ins Wasser gelassen, um herauszufinden, ob dort ein Wal gerade auf Tauchgang ist. Pottwale bleiben hier ca. 45 – 60 Minuten unter Wasser, um am Meeresgrund zu jagen. Dann tauchen sie auf und man erkennt sie an der Fontäne von weitem. Der Katamaran ist schnell genug, um nahe an einen Wal heranzukommen, bevor er wieder abtaucht.

unser Katamaran

Pottwal

der Wal

Wal-Fontäne

Beim Anblick des Wals stockt uns der Atem. Es ist für uns eines der beeindruckensten Erlebnisse, so einen Meeresriesen aus der Nähe zu beobachten. Es wird sofort klar, dass dieses Tier seine eigenen Regeln und Zyklen hat. Der Wal bewegt sich langsam und gleichmäßig, scheinbar völlig ruhig und gelassen. Dieser hat sogar einen Namen. Die Mannschaft im Boot erkennt ihn sofort wieder, denn er kommt schon seit 25 Jahren nach Kaikoura, um hier im Winter zu fischen.

Die Bewegungen des Pottwals

Auch ein Forschungsboot der Uni Christchurch ist unterwegs.

ein Forschungsboot

Nachdem der Pottwal abgetaucht ist, erhalten wir Nachricht von einem anderen Boot über die Position eines zweiten Wals:

Pottwal

Und auch Albatrosse bekommen wir zu Gesicht – wahre Flugkünstler, die zentimeter-dicht über dem Wasserspiegel segeln, so dass ihre Flügel manchmal kurz eintauchen. Leider zählen auch Albatrosse – wie die Wale – zu den bedrohten Tierarten.

Albatros

Sabrina und der Seegang

auf dem Meer

Abtauchmanöver

Abtauchmanöver

Abtauchmanöver

Abtauchmanöver

Abtauchmanöver

Abtauchmanöver

Abtauchmanöver

Abtauchmanöver

Abtauchmanöver

4+

Wellington, Huka Falls und Thermal Wonderland

26-06-2018

Auf einer der schönsten Fährfahrten der Welt setzen wir von Picton aus auf die Nordinsel nach Wellington über.

Picton

unsere Fähre, Picton im Hintergrund

Fjorde

Fjorde

Fjorde

Wellington ist eine „richtige“ Stadt, mit hohen Häusern und Fußgängerzone. Wir quartieren uns per Airbnb mitten im Zentrum in der Cuba Street (in eine echte Runkelbude) ein. Auf dem Nachtmarkt 10 Meter von uns entfernt genießen wir wieder einmal street-food (Churros, ethiopisch und indisch). In Wellington besuchen wir das „Museum of New Zealand“, das Te Papa Tongarewa, wo es diverse Ausstellungen über Land, Leute (z.B. auch die Māori) und Tiere von Neuseeland gibt.

das Herz eines Blauwals in Originalgröße

Dann geht es weiter mit dem Bus nach Taupo zu den Huka Falls.

Waikato River

Waikato River

Silberfarn

Waikato River nahe der Huka Falls

Huka Falls

Huka Falls

Huka Falls

Die Intercity Busse in Neuseeland fahren viele der Sehenswürdigkeiten an, so dass wir auf dem Weg nach Rotorua zwischendurch aussteigen und uns das „Thermal Wonderland“ in Wai-O-Tapu ansehen können. Hier in dieser Gegend ist wegen Brüchen in der Kontinentalplatte der Boden durchlässig für diverse heiße Gase, die zusammen mit dem Grundwasser Mineralien ausspülen können (besonders Schwefel) und zu Kratern und fassettenreichen Naturschauspielen führen.

Mud Pool

brodelnder Schlamm

Mud Pool

Schatten im Krater

Überall steigt Dampf aus dem Boden.

Thermal Wonderland

Artist’s Palette

die Farben der Artist’s Palette

Artist’s Palette

Baden sollte man darin nicht.  Die meisten dieser Tümpel sind giftig. Wir fühlen uns an den Ijen erinnert.

heiß!

Thermal Wonderland

Oyster Pool

Thermal Wonderland

Mini-Terrassen, ca. 1cm hohe Stufen

„Kratersee“

ein Bild sagt mehr als 1000 Worte 🙂

Wer mit dem Teufel baden will, muss damit rechnen, als Leuchtstift wiedergeboren zu werden!

Devil’s Bath

Thermal Wonderland

4+

Rotorua

01-07-2018

Wir bleiben ein paar Tage in Rotorua in einem Hostel. Da es in Neuseeland sehr teuer ist, essen zu gehen, bieten viele Hostels eine Gemeinschaftsküche an.

Sabrina kocht in der Hostelküche

In Rotorua besuchen wir den Park mit den thermalen „Quellen“ und ein Māori Dorf.

Dämpfe auf dem See

Dampf auf dem See

Dämpfe, im Hintergrund die Māori-Kirche

Schwäne

Māori-Haus

Es ist erstaunlich, dass die Stadt mitten in den Dämpfen liegt. Im Hostel riecht es nach Brathähnchen und wenn man das Fenster aufmacht, nach faulen Eiern. 🙂

4+

Hobbiton

01-07-2018

A wizard is never late, Frodo Baggins, nor is he early, he arrives precisely when he means to.“

Wir mieten ein Auto, um zum Hobbiton Movie Set und zu weiteren etwas abseits gelegenen Orten zu kommen.

Nahe Matamata sieht es wirklich aus, wie im Auenland. Und seit dem Tag, an dem ein „location scout“ an der Tür der Alexander Farm klopfte und das Farmgelände der Drehort für Hobbiton werden sollte, ist hier nichts mehr wie die Jahre davor.

Hobbiton, „two-arched bridge“, nahe der Mühle

Hobbiton

hier wohnt ein Hobbit

Hobbit-Garten

Hobbit-Haus

Gemüse in Hobbiton

Hobbit-Haus

eine Schaukel im Vorgarten

hier wohnt auch ein Hobbit

blaue Tür für Lars

ein Hocker

zu Besuch bei den Hobbits

Briefkasten

der Partybaum in Hobbiton

ob hier auch ein Hobbit wohnt?

Vögel im Baum

Wäsche auf der Leine

schwarzes Brett

Gemüsebeet

Bag End, Bilbo und Frodos Haus

Hobbiton von Bilbos Haus aus gesehen

Ale – wichtig!

Sabrina im „Green Dragen“

das Auenland in der Umgebung

6+

Kiwis und Glühwürmchen

01-07-2018

Wir haben großes Glück und können gleich 4 Kiwis beobachten. Hierzu hat das Kiwi Haus in Otorohanga zwei Nachtgehege eingerichtet. Wir verharren im Dunkeln einige Minuten, bevor wir sehen können, wie die Kiwis im „Waldboden“ rumoren. Fotografieren ist nicht erlaubt. Daher hier die Kiwi-Darstellung aus dem Kiwi Haus:

Kiwi-Darstellung

Die Neuseeländer nennen sich selbst Kiwis – nach diesem schwer zu Gesicht bekommenden, leider ebenfalls bedrohten, nachaktiven Vogel. Da diese Vogelarten sehr ungewöhnlich sind, freuen wir uns, tatsächlich welche zu sehen.

Am Abend übernachten wir bei Avril, die eine Farm mit allerlei gestrandeten Tieren hat. Wir werden mit einem mit vielen Leckereien gefülltem Kühlschrank, von dem wir uns nach Herzenslust bedienen dürfen, verwöhnt.

Schaf – äh, Ziege

bei Avril

noch mehr Auenland bei Avril

Eigentlich mögen die Hobbits ja keine Abenteuer. Aber am nächsten Morgen fahren wir zu „glowing adventures“, um dort eine Glühwürmchen-Höhle zu besichtigen. Diese Art Glühwürmchen gibt es nur in Neuseeland. Sie leben an der Decke von Höhlen, durch die ein Fluss fließt. Sie hängen klebrige Fäden von der Decke und locken Insekten mit ihrem Licht an, das sie produzieren. Sobald ein Insekt am Faden festklebt, holt das Glühwürmchen diesen ein, wie mit einer Angelschnur. Die Glühwürmchen leben etwa 6-12 Monate lang und vermehren sich kurz vor ihrem Lebensende.

Vor unserer 3-stündigen Höhlentour kleiden wir uns komplett in lange Strumphosen, Shirts und Gummistiefel. Das Wasser in der Höhle ist ca. 10 Grad kalt. Keine Chance: Es läuft ständig in unsere Stiefel 🙂 Der Trip ist recht anspruchsvoll. Wir müssen immer wieder durch kleine Spalten klettern und kriechen. Am Ende kommen wir in einer großen Halle an, wo wir ca. 15 Minuten in völliger Dunkelheit verharren. Währenddessen zaubert sich ein wunderschöner Glühwürmchenhimmel an die Decke.

die Abenteurer

mit Gummistiefeln im Fluss

das Wasser ist trinkbar

in der Höhle

Wasser aus den Stiefeln schütten

hier ist es eng!

hier ist es auch eng!

die Fäden der Glühwürmchen

ein Glühwurm

am Ausgang

alle glücklich wieder zurück

5+

Auckland

01-07-2018

Unsere letzte Station ist Auckland. Hier verbringen wir Zeit am Hafen, bevor wir in einen neuen Kulturkreis aufbrechen.

Auckland

Viewpoint am Hafen

Tanks am Hafen

Yachten

Die Kiwis sind ein eigenes Völkchen, den Hobbits nicht unähnlich. 🙂 Sie lieben es in der Einöde im eigenen Land. Viele von der Nordinsel waren noch nie auf der Südinsel, viele noch nie im Ausland. Die meisten sind extrem freundlich und gerne bereit für einen kleinen Chat mit uns. Am meisten erstaunt uns, wie viele Leute, im Winter kurze Hosen/Röcke tragen. Brrrr!

Wir mögen Neusseland sehr. Es gibt hier so viele Dinge, die man sonst nirgends auf der Welt sehen kann. Wir können sehr empfehlen, im Winter hierher zu kommen, ohne die Massen an Touristen. Dann ist auch vieles günstiger, als zur Hauptreisezeit. Neuseeland ist teuer. Die Lebenshaltungskosten liegen 30% – 50% über denen in Deutschland. Wir haben für unsere 26 Tage insgesamt 4575,- Euro, inklusive Flug von Sydney nach Christchurch, ausgegeben.

6+