Verbraucherverhalten

07-11-2018

Frage: Habt Ihr Euch durch die Reise verändert und werdet Ihr in Zukunft Dinge anders machen?

Wir haben gesehen, wie stark sich unser Kaufverhalten zu Hause auf die Menschen und die Umwelt in fernen Ländern auswirkt. Und wie belastend es für die Welt ist, dass die Menschen immer mehr werden (bald 9 Milliarden, und alle brauchen Energie, Nahrung und Platz zum Wohnen). Es ist ein großer Unterschied einen Artikel zu lesen bzw. eine Reportage zu sehen oder es selbst zu erleben.

Wir sind z.B. in Malaysia eine über 300km lange Strecke an Palmölplantagen vorbei gefahren. Wir haben gesehen, wie hart die Arbeit auf dem Reisfeld, der Kaffee- oder Teeplantage oder in der Mine sein kann und wie wenig Lohn die Menschen dafür bekommen. Wir haben mehrfach die letzten Exemplare einer bedrohten Tierart gesehen, die möglicherweise nicht überleben wird. Die Menschen am Titicaca-See essen wissentlich durch Abwasser vergifteten Fisch, weil sie sonst nichts anderes haben. All das hat uns sehr nachdenklich und teilweise sehr traurig gemacht. Es hat uns aber auch gezeigt, dass wir viele Möglichkeiten haben, durch unser Verbraucherverhalten die Umstände dort zu verbessern. Daher haben wir uns vorgenommen, mehr fair gehandelte Produkte (insbesondere Schokolade, Kaffee, Reis, Tee) zu kaufen. Mehr Geld zu spenden (zum Beispiel für Solarkocher, damit die Frauen nicht mehr über offenem Feuer kochen und den Rauch einatmen müssen, für Kampagnen zur Aufklärung, Bildung und Geburtenregelung. Ich (Sabrina) werde mir auch kein neues Auto kaufen. Wir werden in Zukunft überwiegend Gemüse aus Bioanbau kaufen und den Fleischkonsum reduzieren und dabei artgerechte Haltung unterstützen.

Unsere Reise hat auch bewirkt, dass wir freundlicher und hilfsbereiter zu fremden Menschen sein wollen, denn wir haben selbst von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen auf unserer Reise profitiert.

Wir wollen hier keine Moralpredigten halten, aber falls es jemanden interessiert:

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Eure Fragen zum Reisen

11-11-2018

Diese Fragen werden uns oft gestellt:

Frage: Warum heißt die Webseite eigentlich „curry collection“?

Wir dachten, dass wir (besonders in Asien) jede Menge currys essen werden. 🙂

 

Frage: Welches Land gefällt Euch am besten?

Unsere Favoriten sind Myanmar, Kambodscha, Kolumbien und Belize. Wir haben dort den besten Zugang zu den Menschen. In Kolumbien haben uns die Leute bei sich wohnen und jeweils für ein paar Tage an ihrem Leben teilhaben lassen. Kambodscha ist für uns sehr abwechslungsreich. In Myanmar und Kambodscha sind die Leute unglaublich freundlich. In Belize herrscht eine ganz besondere, sehr entspannte Atmosphäre.

 

Frage: Wie habt ihr Eure Reise geplant?

Ich (Sabrina) habe mich vor der Reise einige Monate damit beschäftigt, was man in Asien alles sehen kann. Auf Weltreise-Info (https://weltreise-info.de/) gibt es ein Reisezeitentool (https://weltreise-info.de/route/reisezeiten.html), das zeigt, zu welcher Jahreszeit ein Land besonders gut zu bereisen ist. Daraus und aus unserem Startzeitpunkt im November ergibt sich dann eine grobe Route, wie wir von Nepal bis Indonesien fahren können. Weitere Vorgaben sind:

  • Pro Land ca. 1 Monat Zeit
  • Möglichst viel über Land reisen und Flüge vermeiden
  • Nur Direktflüge, um aus ökologischen Gründen große Umwege zu vermeiden
  • Möglichst flexibel bleiben und die Reise(planung) jederzeit ändern können

Wir sind froh, kein World-Around Ticket gebucht zu haben. Es wäre unflexibel und teuerer gewesen.

Vieles haben wir recht spontan geplant. Ursprünglich wollten wir z.B. gar nicht nach Australien und Neuseeland, sondern direkt nach Argentinien. Für den Flug nach Mexiko haben wir uns 3 Tage vorher entschieden. Eigentlich wollten wir nämlich nach Patagonien.

Wir waren in keinem Land während der Hochsaison, in einigen Ländern sogar in der „low season“. Das würden wir jederzeit wieder so machen. Damit vermeiden wir einige negative Auswirkungen des Tourismus und kommen besser in Kontakt mit den Menschen, die dann nämlich Zeit und Lust haben, sich für uns zu interessieren.

 

Frage: Wie habt Ihr entschieden, was ihr euch anseht?

Ich (Sabrina) habe ein paar Reiseblogs und Anbieterseiten im Internet gefunden, die unseren Geschmack treffen. Gute Ideen liefern z.B. diese Webseiten:

  • „Erlebe…“, z.B. „Erlebe Nepal“
  • geh-mal-reisen.de
  • Faszination Südostasien
  • Travelfish
  • alongdustyroads.com
  • culture trip

Von tripadvisor raten wir ab: zu touristisch! Für Restaurant-Empfehlungen nehmen wir google maps, da die Bewertungen dort oft von den Einheimischen geschrieben sind.

Für uns ist die Reiseplanung ein Kompromiss: Besonders einfach läßt sich auf dem Pancake- bzw. dem Gringo-Trail reisen, d.h. auf dem Weg, den die meisten Touristen nehmen. Dort gibt es dann die beste Infrastruktur und viele gute Unterkünfte. Aber es wird auch schnell langweilig, weil die touristischen Orte letztlich alle sehr ähnlich sind (gleiches Essen, gleiche Läden, ähnliche Touren – egal wo man sich auf der Welt befindet). Geht man „off the beaten track“, wird es interessanter und wir kommen besser mit dem Einheimischen in Kontakt. Dafür sind die Infrastruktur und Unterkünfte dann nicht unbedingt optimal. Jeder Reisende wird hier einen individuellen Kompromiss finden müssen.

 

Frage: Würdet ihr rückblickend etwas anders machen?

  • Wir würden in Indien keinen Fahrer mehr nehmen, sondern mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen.
  • Wir würden auf den Ausflug nach Uruguay verzichten: Zu teuer und zu wenig zu sehen.

 

Frage: Wie fühlt sich das Reisen an?

Am Anfang ist es fast wie normaler Urlaub. Allerdings ist der Fokus langfristiger: „Damit müssen wir jetzt 1 Jahr lang leben…“.
Nach einigen Monaten wird Reisen zur Normalität. Das Ende ist nicht absehbar, also müssen wir uns auf die aktuellen Gegebenheiten einlassen. Wenn die Reise sich dem Ende neigt, wird es wieder so wie im Urlaub: „Ok, die paar Wochen können wir mit der aktuellen Situation leben.“ Die meisten Langzeitreisenden betonen, dass sich das Reisen überwiegend nicht anfühlt, wie Urlaub.

Das vermissen wir auf der Reise:

  • Unsere Freunde
  • Gesunde Ernährung (in Südamerika)
  • Fitness-Training
  • Uns nützlich machen zu können

 

Frage: Gibt es ein großes Fazit, das ihr von der Reise mitnehmt?

  • Während wir auf der einen Seite sehen, wie wundervoll wir in Europa leben können und iwas für einem Luxus wir eigentlich haben,
    sehen wir auf der anderen Seite unsere Heimat jetzt auch mit mehr Distanz und kritischer. Wir sehen z.B. Punkte an denen sich Deutschland und Europa nicht unbedingt positiv auf die Welt auswirken.
  • Wir können uns durchaus vorstellen auch mal vorübergehend im Ausland zu leben.
  • Wir sind mitfühlender geworden. Schlechte Nachrichten aus anderen Ländern sind nicht mehr nur abstrakte Schlagzeilen, sondern
    verbunden mit einzelnen menschlichen Schicksalen. Das berührt uns oft sehr.
  • Ich (Sabrina) will nicht mehr in den Alltagstrott zurück, den ich vor der Reise durch Kündigung meines Jobs verlassen habe.
  • Ich (Martin) habe festgestellt, wie gerne ich bestimmte Tätigkeiten eigentlich mache, die mir vorher Gewohnheit waren, wie z.B. Software entwickeln.
  • Wir sind tief beeindruckt, wie hilfsbereit, vertrauenwürdig und aufrichtig die allermeisten Menschen in allen von uns besuchten Ländern sind.
5+

Heimreise

11-11-2018

In einigen Stunden fliegen wir zurück nach Deutschland. Obwohl wir nach einem Jahr Reise gerne zurückkehren, wissen wir, dass wir viele der schönen Dinge in den 19 Ländern, die wir besucht haben, vermissen werden…

 

die Weltenbummler

Die Welt ist groß und wunderschön!

 

— The End —

8+

Abspann

12-11-2018

Weltreise von Sabrina und Martin

12.11.2017 bis 12.11.2018


Darsteller

Sabrina Sabrina
Martin Martin
Kellner in Laos Martin
Känguru in Sydney Sabrina

Freunde aus der Reise

Raju (Nepal)
Nang Ja (Myanmar)
Phyo Phyo (Myanmar)
Alina (Thailand)
Hesoo (Singapur)
Arwinder (Singapur)
Anne-Marie (Indonesien)
Bob (Bolivien)
Katherin (Kolumbien)

Weitere Bekanntschaften

Umesh (Nepal)
Geburtstagskind (Indien)
Jens (Myanmar)
Pan & Arthur (Thailand)
Witchy (Thailand)
One (Laos)
Nu (Laos)
Solène (Kambodscha)
Janna (Malaysia)
Siska (Indonesien)
Lisa & Andre (Bali)
Carol (Neuseeland)
Rainer (Argentinien)
Vincent & Jeremy (Bolivien)
Judith (Bolivien)
Maria & Jan (Bolivien)
Henriikka & Jussi-Pekka (Bolivien)
Rodney (Peru)
Manuela (Kolumbien)

Produktion

Fotografie Sabrina
Erzählung Martin und Sabrina
Webseite, Grafik, Technik und GPS-Tracking Ingo
Bildbearbeitung Lars
Fotografische Beratung Lars
Videobearbeitung Ingo
Geräusche Der Schallermann
Vogelkunde Ingo, Lars
Statusberichte aus Bonn Ulrike
Blaue Türen Lars
Medizinische Bemutterung Ulrike
Fahrerin Mareike
Verabschiedungskomitee Stefan & Ulrike

Drehorte

Nepal
Indien
Myanmar
Thailand
Laos
Kambodscha
Malaysia
Singapur
Indonesien
Australien
Neuseeland
Argentinien
Uruguay
Bolivien
Peru
Kolumbien
Mexiko
Belize
Guatemala

Homebase

Rainer
Christoph
Monika & Friedel
Bernd
Ann-Kathrin & Markus
Friederike & Ronny

Homebase-Backup

Frank
Sebastian
Rudi
Fuad

Wir danken allen, die uns auf der Reise unterstützt haben, besonders den Einheimischen vor Ort, für ihre nie nachlassende Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft, außerdem unseren Freunden daheim, die uns während der Reise in Bonn vertreten haben. Ohne diese Unterstützung wäre die Reise so nicht möglich gewesen.

Die Personen und die Handlung sind frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist rein zufällig.

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9+

Einmal um die ganze Welt…

19-11-2018

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