Route Laos

Reiseroute in Laos
Reiseroute in Laos

Laos, Dschungel-Trek

Ein Bus bringt uns von Chiang Rai bis zum Grenzübergang in Chiang Khong. Dort erhalten wir den Ausreise-Stempel von Thailand. Da man die Brücke über den Mekong (der die Grenze zwischen Thailand und Laos bildet) nicht zu Fuß überqueren kann, fahren wir mit einem Shuttle-Bus auf die andere Seite. Dort erhalten wir ein „Visa on arrival“ und schon sind wir in Laos. Dies ist das zweite Mal, dass wir eine Grenze auf dem Landweg passieren.

Am nächsten Tag geht es mit dem Bus weiter nach Luang Namtha.

Unsere Unterkunft: The Boat Landing am Fluß nam Tha

Es ist total ruhig hier. Nachts hören wir das Wasserrauschen des nam Tha.

In Laos ist der Lebensstandard deutlich geringer als in Thailand.

Wir unternehmen einen Trek durch den Dschungel.

Dschungel in Laos
Sabrina kämpft sich durch den Dschungel

Der Weg ist sehr anspruchsvoll. Oft müssen wir über Hölzer oder Baumstämme klettern oder balancieren. Durch die Feuchtigkeit ist der oft kaum erkennbare Weg rutschig. Wir verstehen, warum es offiziell nicht erlaubt ist, ohne Guide durch den Dschungel zu laufen.

Wir folgen diesem Wasserlauf einige Zeit
Kletterpflanzen
Martin auf der Liane
Unser Guide mit „Tischdecke“

Unser Guide läuft den Weg mühelos wie eine Bergziege – und das sogar mit Schlappen.

Mittags gibt es ein Lunch-Paket

Mittagessen

Wir essen klebrigen Reis (Standard in Laos) mit Auberginen-Mus, Bohnensalat, Omelette und kleinen getrockneten Würstchen. Sehr lecker!

Wir erreichen eine Erdbeer-Farm:

Brücke zur Erdbeer-Farm
Erdbeeren
Erdbeer-Farm
See nahe der Erdbeer-Farm

Zum Schluss besichtigen wir noch zwei Dörfer. Da es allerdings seit 3 Tagen keine Sonne gab, liegen alle im Bett oder sitzen um kleine Feuerchen herum, um sich zu wärmen. Dass es hier in Laos so kalt ist, hätten wir nicht gedacht. Wir frieren, trotz mehrerer Kleidungsschichten. Für max. 15 Grad sind wir nicht ausgerüstet. (*)

Wäsche
Kochplatz

(*) Die Bambushütten sind drinnen genauso kalt, wie draußen, und das Restaurant hat nur ein Dach und keine Wände.

Nong Khiaw

Auf dem Weg nach Nong Khiaw müssen wir eine Nacht in Oudomxay verbringen. Das Städtchen hat an sich nicht viel zu bieten, aber wir werden trotzdem überrascht.

Martin und Nuv

„Have time to practise English?“ werden wir von Nuv angequatscht. Er ist 17 Jahre alt und kommt aus einem Dorf im Umland, ist einer von 6 Geschwistern und darf in der Stadt wohnen und die High-School besuchen. Wir gehen später noch zusammen essen.

Sonnenuntergang an der Phu That Pagode

Am nächsten Tag bringt uns eine Art Sammeltaxi in drei Stunden ins ca. 120 Kilometer entfernte Nong Khiaw. Auf google maps erinnert uns die Strecke an ein bestimmtes Organ.

Ausblick beim Mittagessen
Nong Khiaw
Nam Ou

Wir klettern durch einen Dschungel-Pfad zum 350 m höher gelegenen Viewpoint.

Dschungel-Pilze 🙂
Dschungel-Kletterpflanzen 🙂
Dschungel-Lianen 🙂
Dschungel-Geländer – besser nicht 🙂
Dschungel-Stolperfalle 🙂
Dschungel-Bananen 🙂
Dschungel-Martin, oben angekommen 🙂
Dschungel-Aussichtspunkt-Häuschen 🙂
Dschungel-Aussicht auf Nong Khiaw 🙂
Dschungel-Sabrina beim Abseilen 🙂
Waren wir wirklich da oben?

In der Pha Kuang Höhle

Wir besuchen die 2 km außerhalb gelegene Pha Kuang Höhle. Dort haben während des geheimen Kriegs Menschen vor Bombenangriffen Schutz gesucht.

Hauptstraße von Nong Khiaw
Auf dem Weg zur Höhle
Cave
Eingang der Pha Kuang Höhle

Am Anfang wirkt die Höhle noch ganz groß und Martin ganz klein. Das ändert sich bald. Wir sind die einzigen Besucher.

Hinterlassenschaften
Buddhas in der Pha Kuang Höhle
Gute Wünsche auf goldenen Blättern
Es wird eng
Ohne Lampe 🙂

Die Höhle wird, je weiter wir kommen, immer enger, immer niedriger und immer heißer. Es ist mucksmäuschenstill. Die 50cm hohe Stelle passieren wir noch. Aber bei der 30cm niedrigen Engstelle ist für mich (Sabrina) Schluss .

Martin ist neugierig und geht dieses Stück noch weiter

Auf dem Rückweg nehmen wir einen falschen Abzweig. Der Puls geht für 1 Minute merklich schneller, bevor wir den richtigen Weg nach draußen finden.

Sabrina am Ausgang

Luang Prabang

Luang Prabang, bis 1975 Hauptstadt von Laos, ist eine wunderschöne Stadt, besonders der touristische, historische Teil, in dem wir wohnen.

Haus in Luang Prabang
Bambusbrücke

Es gibt kein Restaurant, in dem nicht auch Spaghetti Bolognese angeboten wird. Natürlich sind wir fleißig und besichtigen ein paar Tempel 🙂

Sabrina bei den Buddhas des Wat Tham Phousi
Wunderschöne Tempelanlage Wat Xieng Thong

Wir beschließen, den gringo trail zu verlassen und auch die beiden touristischen Städte Vang Vieng und Vientiane zu überspringen. Stattdessen fahren wir heute mit einem Holzklasse-Bus aus den 60er Jahren nach Ponsavanh in die Ebene der Tonkrüge.

Bomben und Steinkrüge

Laos ist das meist bombardierte Land der Welt. Und die Gegend um Phonsavan wurde besonders stark bombardiert. Mehr als 2 Mio Tonnen Sprengmaterial wurden über Laos abgeworfen, davon sind 80 Mio Bomben nicht explodiert. Es ist gefährlich vom Weg abzugehen.

Karte mit Bombeneinschlägen

Von den 1500-2000 Jahre alten Steinkrügen hat die MAG drei Felder von Sprengkörpern freigeräumt und wir können diese besichtigen.

Jar site 2
Steinkrug
Sabrina bei den Steinkrügen
Die eigentliche Ebene der Tonkrüge

Markierungen begrenzen die freigeräumten Bereiche.

Mines Advisory Group
Die MAG beim Aufspüren und Entschärfen von Bomben

Auch der Buddha im benachbarten Muang Khoun hat etwas abbekommen und wird derzeit, sofern Spenden eingehen, restauriert.

Buddha in Muang Khoun

Das UXO Information Centre kümmert sich um Überlebende von „unexploded ordnance“ Unfällen.

Wandbild im UXO Information Centre

Wir sind beeindruckt mit welch positiver Einstellung die Bewohner mit der Situation umgehen, obwohl viele immer noch unter den Folgen des Krieges leiden. Bis heute wird z.B. aus dem Aluminium des Kriegsgeräts Besteck hergestellt, Bombengehäuse als Blumenkübel benutzt und Restaurants damit dekoriert.

Dekoration im Bomben Restaurant
Schlüssel unseres Mopeds

30 Meter daneben das Krater Restaurant.

Krater Restaurant