Route Malaysia

Reiseroute in Malaysia
Reiseroute in Malaysia

Pupsen verboten

Unsere letzte Station in Thailand ist Hat Yai, ca. 750km von Hua Hin entfernt. Wir nehmen den Nachtzug dorthin.

Sabrina in der Koje
Martin arbeitet am letzten Blog-Eintrag

In unserem Hotel, in dem wir am nächsten Morgen ankommen, herrschen strenge Sitten:

Pupsen verboten!

Abendessen gibt’s auf dem Floating Market.

Floating market in Hat Yai
Kokos-Pfannkuchen
Martin beim Curry-Bestellen

Das Curry ist übrigens scheußlich fischig. 🙂

In Hat Yai sind wir die einzigen westlichen Touristen, alle anderen sind Asiaten, viele aus Malaysia. Wir buchen für den nächsten Morgen Plätze im Minivan, der uns über die Grenze nach Malaysia und von dort nach Georgetown bringt. Auch hier ist die Grenzüberquerung problemlos: Ausstempeln in Thailand, dann Einreise-Stempel in Malaysia mit Aufenthaltserlaubnis von 90 Tagen. Wie gut, dass der Fahrer uns an einer shopping mall in Georgetown rausschmeißt, denn dann gehen die folgenden Schritte ganz leicht:

Die ersten Schritte in einem neuen Land:


  1. Geld abheben am ATM

  2. Sabrina verköstigen 🙂

  3. SIM Karte kaufen

  4. Mit google maps zur Unterkunft laufen (600m)


Demnächst berichten wir also von Malaysia.

Georgetown

Georgetown ist eine moderne Stadt mit einem alten Stadtkern aus Kolonialzeiten und Hochhäusern in den Außenbezirken. Unsere Unterkunft ist in einem der älteren Häuser im Zentrum. Von hier aus laufen wir kreuz und quer durch die Stadt, um die diversen Straßen-Kunstwerke von Ernest Zacharevic und anderen zu finden.

„Kids on Bicycle“
Streetart
Hauseingang
Streetart
Fisherman (Julia Volchkova)
Arcaden
Rikschas

Es macht uns großen Spaß durch Georgetown zu laufen und die vielen Kunstwerke zu entdecken. Neben den bekannten, gibt es nämlich noch jede Menge kleine Wandmalereien und andere Schönheiten zu entdecken. Dazu kommen 20 „welded iron caricatures“.

„Ting Ting Thong“, welded iron caricatures
Spy vs. Spy
Georgetown, Innenstadt
Rikscha
„Kungfu Girl“
Toreinfahrt
„Couple on Bicycle“
Georgetown, Innenstadt
„Old Indian Woman“ (Julia Volchkova)
Georgetown
Oskar aus der Mülltonne
street art
„Kids on Swing“
„Children playing Basketball“ (Louis Gan)

Auf der dem Festland zugewandten Seite gibt es „Jetties“ (Anlegestege), die von bestimmten Communities (Clans) bewohnt werden. Hier sind Häuser auf Betonpfählen ins Meer gebaut.

Chew Jetty
Aussicht vom Chew Jetty
Chew Jetty vom Tan Jetty
Aussicht vom Tan Jetty
Angler auf dem Tan Jetty

Wir essen in einer der Hallen für Garküchen:

Halle mit Garküchen
Georgetown, Chinatown
Georgetown

Schmetterlingsfarm und Fruchtfarm

Wir fahren mit dem Bus (in Georgetown gibt es ein gutes Netz öffentlicher Verkehrsmittel) zur Entopia Schmetterlingsfarm. Während wir durch das liebevoll gestaltete Biotop gehen, schwirren hunderte Schmetterlinge um uns herum.

Schmetterlingsbiotop
Schmetterling
Schmetterling
Schmetterlinge lieben den Alkohol in überreifer Ananas
2 Schmetterlinge
Schmetterling

Neben Schmetterlingen gibt es dort jede Menge anderer Insekten zu sehen.

Blattfresser
Wer findet das Tier?

Die Farm verdient u.A. damit Geld bestimmte Arten zu züchten und zu verkaufen.

Verpuppte Raupen
schlüpfende Schmetterlinge
Schmetterlingslarven
Skorpion-Brutstation

Außerdem gibt es einen großen Bereich, in dem sehr fantasievoll die Welt der Insekten erklärt wird. Was wäre, wenn die Insekten die gleiche Evolution erlebt hätten, wie der Mensch?

Schmetterlings-Deko
die Evolution der Insekten, Teil 1
die Evolution der Insekten, Teil 2

Weiter geht es zu einer Fruchtfarm. Dort verdient man nicht nur mit dem Anbau von Obst Geld, sondern auch mit der Herstellung von trinkbarem Fruchtessig und fermentiertem Kokos-Öl für Kosmetik. Besucher dürfen sich von einem exotischen Früchte-Buffet bedienen. Viele der Früchte kennen wir bisher noch nicht.

links: Muskatnuss
Velvet-Apple
Plastikfrüchte (gegen Vögel abgedeckte Zimtäpfel)
Malaysische Feigen

Es gibt natürlich auch Mangos, Ananas, Wassermelonen, Sternfrucht, Macadamia (Nüsse), Avocado (ist eine Frucht), Rambutan, Drachenfrucht, Sapotilla, Jackfruit, Aronia-Kirsche (rote Apfelbeere), Rosenapfel und Longan. Wir probieren außerdem die Miracle Fruit. 🙂

die Wirkung der Miracle Fruit

Und dann gibt es noch die Durian:

Seit Südthailand hängt in jedem Hotel/Hostel dieses Schild:

Durian nicht erlaubt

Durian erzeugt einen derart intensiven, lange anhaltenden Geruch, dass diese Frucht in Hotels und anderen geschlossenen Orten verboten ist. Der Geruch kann Tiere aus einer Entfernung von 800m anlocken! Sie ist zudem auch noch so stachelig, wie ein Igel. Durian ist in Südostasien eine hochgeschätzte Frucht. Ob sie gut oder übel riecht, daran scheiden sich die Geister.

Durians

Einer der Angestellten in der Fruchfarm hat uns ins Herz geschlossen und er schneidet extra für uns eine (teure) Durian auf, damit wir sie endlich probieren können.

Martin & Sabrina probieren Durian
Durian-Fruchtfleisch

Fruchfleisch gibt es nur einige Milliemeter um den Kern herum und es ist sehr cremig mit der Konsistenz von Pudding oder Sahne. Martin schmeckt es ausgezeichnet, Sabrina findet es scheußlich. Der Geschmack der Durian ist schwer zu beschreiben.

Taiping

Wir übernachten in Taiping, auch Raincity genannt, da sie die regenreichste Stadt in Malaysia ist. Es regnet täglich zwischen 15 und 17 Uhr – und zwar aus allen Eimern. Wir sind definitiv in den Tropen angekommen. Wir besuchen den Lake Garden und fahren anschließend auf den Maxwell Hill. Dorthin bringt uns ein Jeep innerhalb von weniger als 30 Minuten auf eine Höhe von ca. 1200m.

Bäume im Lake Garden
Blüten
Lake Garden

Wir lernen ein paar Mädels aus der lokalen Koranschule kennen, die ebenfalls auf den Maxwell Hill fahren. Die Fahrt im Jeep ist wie in einer Achterbahn:

Fahrt auf den Maxwell Hill

Sabrina macht Selfies
Wolken am Maxwell Hill
Wolken am Maxwell Hill

Dort oben verändert sich die Vegetation.

Hobbit-Landschaft auf dem Maxwell Hill
Hobbit-Landschaft auf dem Maxwell Hill
unsere Bekanntschaften auf dem Maxwell Hill

Die Menschen in Malaysia sind überwiegend muslimisch. Uns erscheinen die Asiaten (die ja eher Buddhisten sind) mit Kopftuch oder im Kaftan und der Muezzin anfangs ungewohnt. Die Malaysier sind sehr gesprächig und können überwiegend gut Englisch (in den anderen Ländern in Südostasien wurden manche Gespräche oft nur mit den Worten „Yes“ und „No“ geführt. „No“ war auch eine gute Antwort auf Fragen, die man nicht verstanden hat: „Can we get the menu please?“ – „No!“ – „No…?“). Als wir in Malaysia ankommen, nehmen uns sofort zwei nette Damen unter ihre Fittiche und führen uns zu einem kleinen Restaurant. Sie erklären uns auch gleich die malaysische Küche und geben Tipps, wo wir sonst essen können. Auf der Straße freut sich ein Mann, uns zu sehen, und schenkt spontan zwei kleine Kuchen. Fast jeder Taxifahrer, Sitznachbar, Kellner oder einfach jemand, der mit uns an der Ampel steht, möchte wissen, woher wir kommen und/oder gibt uns Reisetipps. Das erinnert uns an Indien. Die Leute halten hier allerding mehr Abstand 🙂 Malaysia ist außerdem ein modernes industrialisiertes Land. Statt Holzhütten gibt es Hochhäuser, statt Rostlauben fahren wir in ultra-bequemen Reisebussen. Und die malaysische Bevölkerung reist auch sehr gerne im eigenen Land. Beim Anblick von shopping malls und Themenparks schlägt das malaysische Herz besonders hoch. Den in Myanmar, Laos und Kambodscha bei Frauen beliebten Pyjama sehen wir hier auch nicht mehr. In Malaysa sind dafür Birkenstocks der Renner. In Laos und Kambodscha sind Flip-Flips beliebt, typischerweise auf dem Moped und sogar im Dschungel. Essen in Malaysia ist relativ günstig, Übernachtungen recht teuer (derzeit sind keine Zimmer mit eigenem Bad in unserem Reisebudget). Geblieben sind das Schwitzen und der Schallermann (dazu später mehr).

Dieses Schild ist wirklich wichtig. Wir haben schon mehrfach Fußabdrücke auf Klobrillen gesehen:

„Bitte nicht auf die Klobrille steigen!“

Ipoh

Auf dem Weg in die Cameron Highlands fahren wir nach Ipoh. Hier gibt es eine historische Altstadt und schöne Tempel und Gärten. Außerdem ist Ipoh ein kulinarisches Highlight.

Was man alles mit Toast machen kann
Panglima Kinta Moschee
Panglima Kinta Moschee
Altstadt in Ipoh
Malerei in der Mural Arts Lane
Market Lane, Ipoh
Straßenkunst in der Market Lane
Concubine Lane, Ipoh
„Yellow Hummingbird“
Autos

Die Tempel gehören zum chinesischen Buddhismus.

Garten am Sam Poh Tong Tempel
Gebäude am Sam Poh Tong Tempel
Garten am Sam Poh Tong
Schildkröten im Teich am Sam Poh Tong Tempel

An manchen Tempeln kann man Schildkröten „freilassen“ und damit buddhistische Verdienste ernten. Immerhin scheinen sich diese Schildkröten wohl zu fühlen, da sie sich immer wieder vom Teichrand ins Wasser platschen lassen.

Sam Poh Tong Tempel
Buddha am Ling Sen Tong Tempel
riesige Räucherstäbchen am Ling Sen Tong
Skulpturen am Ling Sen Tong
Figur am Ling Sen Tong
Räucherstäbchen
Ling Sen Tong Tempel

Chinesische Tempel sind bunt und statt Schlangen und Löwen gibt es jetzt Drachen.

Drachen am Ling Sen Tong
Kek Lok Tong Tempel
Drachen am Kek Lok Tong Tempel
Kek Lok Tong Höhlentempel
Donation Box im Kek Lok Tong

Das „Hakenkreuz“ ist übrigens ein in allen asiatischen Ländern gebräuchliches Symbol für „Tempel“.

Kek Lok Tong hat einen der schönsten Gärten, die wir je gesehen haben:

Garten am Kek Lok Tong
Garten am Kek Lok Tong
Steinfiguren

Den Fußreflex-Pfad müssen wir unbedingt ausprobieren. Die Steine sind ganz schön heiß und spitz!

Martin auf dem Reflexiology Path
Sabrina auf dem Reflexiology Path