Route Peru

Reiseroute in Peru
Reiseroute in Peru

Puno und Cusco

Wir fahren/laufen über die Grenze nach Puno, Peru, um dort am gleichen Nachmittag die schwimmenden Uro Inseln auf dem Titicaca See zu besichtigen. Das Besondere an diesen Inseln ist, dass sie komplett aus Schilf gebaut sind.

Uros Inseln auf dem Titicaca See
eine von ca. 90 Uro Inseln
Schilf, der Boden und Bodenbelag auf der Insel
ein Uro Drachenboot
noch ein furchteinflößendes Uro Drachenboot
Wäsche-Trocknen
in einem Uro Haus
ein Mülleimer
Teich inmitten der Insel
Uros

Heutzutage leben die Uros überwiegend vom Tourismus. Für 1 Sol (ca. 0,25 Euro) kann man sich einen „offiziellen“ Einreisestempel für die Inseln holen.

Uro Einreisestempel 🙂

Am nächsten Tag geht es früh weiter nach Cusco, der Hauptstadt des ehemaligen Inca-Reichs. Wir finden Cusco sehr schön, aber auch sehr touristisch (liegt ja auch auf dem gringo-trail).

Cusco, Plaza de Armas
Ladenlokale
Straßenhändlerin
Mercado San Pedro
Rina, die Saftverkäuferin
Mittagessen im Mercado San Pedro
hier gibt es Meerschweinchen
Loreto Gasse
Cusco, Altstadt
Cusco, Altstadt
Inca Kola
Aussicht von San Blas
endlich mal wieder eine blaue Tür! 🙂

Um Cusco herum gibt es jede Menge Inca Ruinen. Wir steigen eine lange Flucht von Treppen hinauf zu Sacsayhuamán. Dort gibt es auch einen Cristo.

Drachenfliegen-Lassen beim Cristo
Sacsayhuamán Ruinen
Sacsayhuamán Ruinen
Sacsayhuamán Ruinen

Die Incas konnten die Steine ihrer Mauern so genau behauen, dass sie trotz chaotischer Struktur perfekt ineinander passen. Das soll besonders widerstandsfähig gegen Erdbeben sein.

Struktur der Mauern
Ein Telefon, ein Telefon!
Peruanerin mit Lämmchen

Sacred Valley

Nach Cusco verbringen wir einige Tage im "Sacred Valley".

Písac:

Hier erklimmen wir die 500m höher gelegenen Inca Ruinen – ist das anstrengend! Aber es lohnt sich. Die Ruinen bei Písac haben verschiedene Bereiche: Agrikultur, Wohnen, Militär, Gräber in den Felswänden. Wir lernen unterwegs Ronaldo kennen, der aus der Gegend stammt und uns ein bisschen erklärt. Immer wieder gibt es spektakuläre Aussichten!

Inca Terrassen bei Písac
Blick ins Sacred Valley
eine Biene
beim Aufstieg zu den Písac Ruinen
Sacred Valley
Písac Ruinen
Krankenhaus in den Ruinen

Hier beginnt so langsam der Frühling. Überall in den Bergen fängt es bunt an zu blühen.

Kaktusblüten
Intihuatana
Písac Ruinen
Inca Terrassen und Ruinen
Blick zurück auf Písac
Grabstätten in der Felswand
Ruinen
beim Abstieg durch die Terrassen

In Písac gibt es auch einen wunderschönen, wilden, botanischen Garten. Dieser wurde von Felipe Marín Moreno angelegt und wird heute von seinen Nachfahren weitergeführt. Zum Garten gehört auch eine Kartoffelsammlung. In den Anden gibt es eine enorme Vielfalt an Kartoffeln. Schön wäre, wenn die örtlichen Restaurants davon auch mal welche anbieten würden.

Písac, botanischer Garten
Kakteensammlung

Urubamba:

Dieser Ort ist angenehm untouristisch. Für uns der Startpunkt um die Salinen von Maras zu besuchen. Hier haben schon die Incas Salz gewonnen. Heute werden die Salz-Terrassen auf die gleiche Weise von den Bewohnern in und um Maras genutzt.

Aussicht von Maras
auf dem Weg zu den Salinen
die Salinen von Maras
Salinen-Terrassen
Salzgewinnung
Salinen-Terrassen
Salzkristalle
Bewässerungskanäle
Salinen
kleiner Kanal

In Urubamba serviert uns ein Peruaner perfekten italienischen Kaffee zum Frühstück. Nahe seiner Kaffeemaschine steht ein Hightech-Fahrrad. Im Fernseher läuft gerade etwas über besonders harte Fahrradrennen. Wir schauen unseren Gastgeber an:

„Fahren Sie etwa auch Radrennen?“. Es stellt sich heraus, dass unser Gastgeber Radrennprofi mit eigentlichem Wohnsitz in Italien ist. Und in der Tat: Er erzählt uns von wirklich harten Rennen, die er gefahren ist – und gewonnen hat:

Rodney Soncco

Ollantaytambo:

Hier erklettern wir abermals Inca Ruinen (auf zwei Bergen).

Ollantaytambo
Pumatallis Terrassen am Tempel Hügel
blühender Kaktus
Ollantaytambo
Steingasse mit Wassergraben
Inca Lagerhäuser
Sukkulente
Ollantaytambo und die Pumatallis Terrassen

Hier würde sich der Besuch von Machu Picchu anschließen. Da wir aber die letzten Tage genug Inca Ruinen und tolle Aussichten der Berge genossen haben, verzichten wir auf diese (auch ausgesprochen teure) Attraktion.

In Ollantaytambo gibt es übrigens den zweit-schlechtesten Kaffee der Welt! Im Frühstücksraum zuckt jeder beim ersten Schluck und greift panisch nach Zucker oder Heißwasser. Wir geben sofort auf und greifen zu unserem eigenen löslichen Kaffee, denn das Zeug ist wirklich ungenießbar. 🙂 Den schlechtesten (und kalten) Kaffee der Welt gibt es übrigens in unserer Unterkunft in Cusco. Die Köchin hat ganz offensichtlich noch nie in ihrem Leben Kaffee getrunken.

Krankheiten

Frage: Wie gehen wir mit Krankheiten um?

Jeder von uns hatte bisher seinen Teil an Magen-Darm-Problemen, aber ansonsten sind wir bisher zum Glück von Krankheiten verschont geblieben. Wir sind aber auch nicht besonders vorsichtig. Wir essen z.B. gerne street food. Auf Salat könnte man im Urlaub mal vorübergehend verzichten, aber nicht auf einer so langen Reise. Am Ende der Reise werden wir uns von einem Tropenmediziner auf Parasiten untersuchen lassen.

Ich (Sabrina) habe folgende Reiseapotheke mit:

Durchfalltabletten, Elektrolyt, Schmerzmittel, Pflaster, Malarone. Von dem Elektrolyt hat jeder von uns nach tagelangem Durchfall einmal eine Portion genommen. Ansonsten haben wir dann wenig gegessen – oder Bananen 🙂 Malarone ist nur eine erste Maßnahme für den Fall, dass wir im Dschungel und bei Malariagefahr plötzlich Fieber bekommen.

Gegen Mückenstiche haben wir ein extra-großes Mückenschutznetz dabei. Kleine Netze lassen sich nämlich nicht brauchbar über das Bett spannen. Ich (Sabrina) nutze No-Bite zum Einreiben, ich (Martin) lokal erhältliches Zitronella auf Pflanzenbasis. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Wir sind gegen die in Asien und Südamerika verbreiteten Krankheiten soweit wie möglich geimpft. Ein Problem ist allerdings die Tollwut. Trotz Impfung sind nämlich nach einem Biss zwei Booster-Injektionen nötig. Andernfalls endet Tollwut tötlich. Leider sind diese Booster nicht überall verfügbar, so dass wir in bestimmten Gebieten unbedingt vermeiden, in nahen Kontakt zu Hunden, Katzen, Affen, etc. zu kommen.

Ich (Martin) habe mir in Bangkok professionell die Zähne reinigen und den Augeninnendruck prüfen lassen. In Bangkok gibt es ein Stadtviertel, in dem nur Medizintouristen (z.B. aus den arabischen Staaten) unterwegs sind und wo man exzellenten Service zu einem Bruchteil der Preise von Deutschland erhält.

Ansonsten versuchen wir, uns möglichst gesund zu ernähren, essen z.B. viel Obst und nehmen gelegentlich Vitamin C aus der örtlichen Apotheke.

Also Entwarnung: Keine ernsten Krankheiten. Hoffen wir, dass wir weiterhin von schlimmen Krankheiten verschont bleiben!

Lima

In Lima quartieren wir uns in Barranco, einem Viertel mit vielen Restaurants und verrückten Leuten, ein. Barranco gilt als das Künstlerviertel von Lima.

Sabrina und die Riesenameise von Barranco 🙂
Aussicht von der Bridge of Sighs
Straßenverkäufer an der Brücke
Street Art
„Promenade“ von Lima
Plaza Barranco
Inca Kola

Inca Kola schmeckt nach einer Mischung aus Gummibärchen und Kaugummi – echt scheußlich! 🙂

Wir besichtigen das Huaca Pucllana, eine Pyramidenanlage aus getrocknetem Lehm. Die Mauern halten seit über 1500 Jahren, da es in Lima so wenig Niederschlag gibt, so dass das Wasser den Lehmziegeln nichts anhaben kann.

Huaca Pucllana
Lehmziegel (sie wurden nicht gebrannt!)
Huaca Pucllana und die Häuser von Lima

Im Zentrum von Lima gibt es die Basilica San Francisco. Leider ist fotografieren nicht erlaubt. Neben den Katakomben gibt es so manche andere Schätze in dem Franziskanerkloster. Unter anderem eine der schönsten Bibliotheken, die wir je gesehen haben! In den Katakomben, die eher eine Art Krypta zur Bestattung vieler Bewohner in Lima sind, bekommen wir jede Menge Gebeine und Schädel zu Gesicht.

Plaza Mayor de Lima
Tauben an der Basilica San Francisco de Lima
Eingang zu den Katakomben

Lima ist die größte Wüstenstadt der Welt. Durch die Nähe zum Meer hat die Stadt allerdings milde Temperaturen. Im Winter liegt Lima dauerhaft unter einer dichten Wolkendecke. Wir erleben also ein bewölktes, mildes und trockenes Wetter – allerdings mit hoher Luftfeuchtigkeit. Etwas außerhalb gibt es grüne Oasen. Hier sorgt der Nebel im Winter in den Berghängen für erhebliche Feuchtigkeit, so dass sich Pflanzen massiv ausbreiten können und für einen dichten grünen Teppich sorgen. Im Sommer ist es hier heiß und trocken und das Grün verschwindet. Eine dieser Oasen ist Lomas de Lucumo, wo wir unter Verwendung diverser Busse, Collectivos und Taxis hinfahren.

Lomas de Lucumo
ein Lastwagen im Grünen
Blüten
Martin und die Kühe
Wassertropfen auf den Blättern
„Bodendecker“
Sabrina erforscht eine Höhle 🙂
Vegetation im Nebel
Nebellandschaft
noch mehr Nebel
die tolle Aussicht von oben! 🙂
Felsen zum Abseilen, wenn man will
Hier will Sabrina gerne „rappeln“
Kakteen
Blüten in der Wüste
Blütenmeer

Heute verlassen wir Peru nach nur 16 Tagen. Das liegt insbesondere daran, dass die Weiterreise nach Norden sehr beschwerlich und nicht ungefährlich ist und daran, dass wir viele Sehenswürdigkeiten, die Peru zu bieten hat, schon in anderen Ländern gesehen haben, beispielsweise in Bolivien.